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5 Fehler, die Ihr Sexleben zerstören

5 Fehler, die Ihr Sexleben zerstören

In langjährigen Beziehungen ist es oft der Fall, dass man sich liebt, aber sexuell gar nichts mehr läuft: Eine Beziehung ohne Sex, eine Ehe ohne Sex. Dabei konnte man früher die Finger gar nicht von einander lassen. Wenn Sie meinen, das sei nun einmal so und ab einem gewissen Alter habe sich das mit dem Sex erledigt, lesen Sie nicht weiter. Wenn Sie aber unzufrieden sind und Ihrer „Sexlosigkeit“, oder der Ihres Partners oder Ihrer Partnerin auf den Grund gehen wollen, habe ich Ihnen hier die häufigsten Fehler, die Ihr Sexualleben zerstören, zusammengestellt mit Tipps und Tricks, die Sie aus der Beziehung ohne Sex, auf der Sexlosigkeitsfalle befreien werden.

Sex in der Beziehung nach jahrelangem Zusammenleben, SexualitätÜ60 – ist das überhaupt relevant? Ja! Egal wie alt Sie sind, sollten Sie ein befriedigendes Sexualleben haben! Nach 10, 20 oder 30 und mehr Jahren Beziehung ist das Liebesleben oft festgefahren oder es ist gar nicht mehr vorhanden. Was ist schief gelaufen und was kann man tun, um das Liebesleben wieder neu zu entfachen?

Routine in der Beziehung

In langjährigen Beziehungen ist es ja oft der Fall, dass das Feuer, die Leidenschaft der ersten Kennenlernphase so gut wie erloschen ist. Man verbringt viel Zeit zusammen und führt die über die Jahre sehr gut eingespielte Beziehung harmonisch weiter.

Doch zum Liebesspiel kommt es nur noch selten, wenn überhaupt. Eine Beziehung ohne Sex! Beim Kuscheln und gemeinsamen Fernsehen zeigt man nun seine Zuneigung. Sie verstehen sich sehr gut mit Ihrem Gegenüber und lieben sie/ihn auch. Doch im Bett läuft rein gar nichts mehr. Harmonische, liebevolle und fürsorgliche Beziehungen entwickeln sich schnell zu einem komfortablen Zusammenleben. Sie werden nun denken: Je besser Sie sich mit Ihrem Partner verstehen, desto besser ist auch Ihr Liebesleben, oder? 

Falsch! Sexualität lebt von der Anziehungskraft zwischen den Partnern, von einer erotischen, verlangenden Spannung. Grade am Beginn einer Beziehung ist die Ungewissheit noch sehr groß, wie sehr und ob der Andere Sie liebt und mit Ihnen zusammen sein will. Die Ungewissheit, das Unbekannte fördert die Spannung, also das, was die andere Person so attraktiv macht. Man will sie ganz für sich besitzen, mit Haut und Haaren. Nach dieser „Flitterwochenphase“ kennt man die andere Person sehr gut und hat sie sozusagen für sich beansprucht. Die Zweifel verfliegen und so auch die Mühe, die man sich gibt, um den Anderen an sich zu binden.

Die Frage ist also, wie erzeugt man wieder eine Spannung, die zu Sex mit dem Partner führt? Nicht umsonst heißt es, dass der beste Sex Versöhnungssex ist. Es ist auch bekannt, dass Frauen sexuell aktiv werden, wenn sich eine andere Frau für ihren Mann interessiert. Das heißt aber natürlich nicht, dass Sie nun Konflikte anstacheln sollen, nur um diese im Bett zu lösen.

Aber wie bricht man diese unerotisch gewordene Routine?

Kurz und einfach auf den Punkt gebracht, lautet die Antwort: Routine brechen! Ja, brechen Sie diese Routine! Probieren Sie Neues aus und ermutigen Sie auch Ihre Partnerin oder Ihren Partner, Neues, Unbekanntes auszuprobieren. Entweder können Sie sich entscheiden, gemeinsam ein neues Hobby zu beginnen oder eine Fähigkeit zu lernen, beispielsweise könnten Sie einen Tanzkurs machen. Oder suchen Sie sich jeweils unterschiedliche Dinge aus. Sie werden merken, dass diese kleine Distanz und das Neue, Unbekannte, eine wunderbare Spannung zwischen zwei Personen bringen kann. 

Seien Sie offen für Anregungen von außen. Ob ein neues Hobby, Urlaub mit Freunden statt dem Partner oder eine andere Veränderung in Ihrem Leben:

Neues bietet neuen Gesprächsstoff. Zudem geben Sie Ihrer besseren Hälfte die Möglichkeit, Sie zu vermissen und neue Seiten an Ihnen zu entdecken. Die Spannung, nicht alles über seinen Partner oder seine Partnerin zu wissen und nicht jede Minute gemeinsam zu verbringen, kann wahre Wunder bewirken, um das eingeschlafene Sexleben in einer sonst harmonischen Beziehung neu aufblühen zu lassen.

Unlust auf Sex

Unlust, das Fehlen der Libido, das Fehlen des Verlangens nach Sex ist bei Mann und Frau anzufinden. Dabei geht es vorerst nicht um Erektionen und feuchte Vulven. Zuerst einmal muss der Wunsch, das Verlangen bestehen, sexuell aktiv zu sein.

Wenn aber keine Lust auf Sex besteht, kann das für die betroffenen Personen und deren Beziehungen sehr belastend sein. Es gibt verschiedene Ursachen für dieses Phänomen. Der größte und wichtigste Unterschied ist zwischen körperlichen und seelischen Ursachen zu machen. Bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte sind oft hormonelles Ungleichgewicht die Ursache für den Verlust der Libido. Aber nicht außer Acht zu lassen sind auch Stress, Depression, Angst und andere psychische Phänomene, die Ihr sexuelles Verlangen dämpfen oder gar ausschalten können.

Es ist hilfreich, bei komplett ausbleibender Libido, den Arzt aufzusuchen, da dies auch ein Symptom für eine Krankheit oder Störung sein kann. Ist Ihre Libido jedoch nur eingeschlafen, wie es oft der Fall ist, gibt es einige Tipps und Tricks, wie man wieder in Fahrt kommt.

Eingeschlafene Libido stellt sich grade oft mit und nach den Wechseljahren, der Menopause bei der Frau, und dem graduellen Sinken des Testosteronhaushalts beim Mann als Hemmschuh für das erotisch zärtliche Miteinander ein. Lust und Verlangen schwächen sich, entsprechend dem persönlich gesenkten Hormonspiegel, ab. Hinzu gesellen sich bei der Frau die allzu bekannten Beschwerden der Menopause wie Schlaflosigkeit, intensives Schwitzen, Gewichtszunahme und, und, und.
Mehr Informationen zu den Wechseljahren und der Menopause finden Sie >> hier.

Aber auch Mann kann von dieser „Midlife Crisis" ein Liedchen singen. Beispielsweise nimmt bei Mann die Erektionstärke und Erektionshäufigkeit deutlich ab.
Mehr Informationen zur Erektionsschwäche finden Sie >>hier.

Da bleibt allzu oft auch die Lust auf Sex auf der Strecke, wenn man diese Situation als gottgegeben hinnimmt. Aus Scham sprechen viele Paare nicht über diesen Zustand.
Mehr zur richtigen Kommunikation in Beziehungen finden Sie >> hier.
Obwohl
der Einzelne gerne weiterhin Sex mit seinem Partner hätte, sucht er erst einmal bei sich selber den vermeintlichen Fehler oder meint gar, dass der Andere aufgrund des zunehmenden Alters gar kein Verlangen mehr auf ein ausgewogenes Sexleben habe. Schlimmstenfalls schlittern einer oder gar beide Partner in Affären und meinen auf den ersten Blick, darin die Lösung des Unlust-auf-Sex-Problems gefunden zu haben…

Denn eigentlich wünscht man sich Sex. Personen, die in guten, leidenschaftlichen Beziehungen gelebt haben, wissen, dass Ihnen Sex Spaß macht. Durch die verschiedensten Umstände, kann es aber passieren, dass Mann oder Frau das vergisst. Sie oder er wünscht sich Sex – unter den richtigen Voraussetzungen und Bedingungen. Menschen, die auch auf Grund von körperlichen Hindernissen keine körperliche Erregung verspüren, sehnen sich nichtsdestotrotz nach sexueller Liebe, in Vorstellungen, Fantasien oder Erinnerungen.

Haben Sie selbst oder Ihr Partner (ja, sexuelle Unlust beim Mann ist keine Seltenheit) oder Ihre Partnerin meistens keine Lust auf Sex, ist oft ein anderes Problem, meist ein zwischenmenschliches, das eigentliche Hindernis. Fehlendes Selbstbewusstsein, Konflikte, Stress oder Ängste und Scham verhindern, dass man sich dem konkreten Problem stellt. Wenn es Ihnen so ergeht, gehen Sie in sich und überlegen Sie, unter welchen Voraussetzungen Sie gerne Sex hätten und suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin.

Wenn Ihr Gegenüber keine Interesse an gemeinsamem Sex zeigt, suchen Sie das Gespräch. Bleiben Sie offen und zeigen Sie Verständnis.

Das Problem der fehlenden körperlichen Erregung kann nicht gelöst werden, wenn man sich keinen sexuellen Situationen stellt. Denn grade bei Frauen ist es oft der Fall, dass erst mit der Erregung des Körpers, auch der Geist erregt wird! Und auf einmal bemerkt man, dass man eigentlich sehr gerne Sex hat und die Nähe des Anderen, Liebkosungen und Leidenschaft eigentlich eine tolle Sache sind. Das heißt jedoch nicht, dass Sex nicht einvernehmlich sein sollte. Das muss er immer sein. Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner und schlagen Sie vor, sie/ihn zu verwöhnen. Haben Sie ihr/sein Einverständnis, können Sie sie/ihn vielleicht durch Liebkosungen und ein langes Vorspiel in Stimmung bringen. Wenn Sie selbst an Unlust leiden und zunächst die körperliche Erregung fehlen sollte, versuchen Sie dennoch, sich auf Ihre bessere Hälfte einzulassen und besprechen Sie mit ihm oder ihr ihr Problem.

Mediziner sind sich heute einig darüber, dass Sex in jedem Alter nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Lebensfreude erhält und Beziehungen im goldenen Alter stärkt. Durch den richtigen verständnisvollen Umgang miteinander, sowie einer gewissen Portion an Offenheit untereinander lässt sich diese geänderte Lebensphase erstaunlich harmonisch in den Griff bekommen.

Lernen Sie sich selber lieben!

Ist der Hormonspiegel gesunken, ist die Zirkulation des Bluts heute anders als früher, so funktionieren unsere Geschlechtsorgane einfach anders. Oft ist der Grund für keinen Sex – kein Sex. Was ich damit meine ist, dass grade beim Älterwerden das Blut und die Muskeln aktiv angeregt werden müssen, um ordentlich zu funktionieren. Wie ein Auto, das man lange in der Garage stehen lässt, so springt auch Ihre Libido nach einiger Zeit nicht ohne Starthilfe so einfach an:

Ist es aber einmal so, dass Sie keine Lust mehr verspüren und so womöglich in einen Konflikt mit Ihrer besseren Hälfte können, wenn sie oder er Sie nicht anregen kann, dann sollten Sie sich etwas Zeit für sich nehmen. Genauso wie der Akt zu zweit wird auch die Selbstbefriedigung nicht sofort so funktionieren, wie in jungen Jahren bzw. vor Eintreten der Lustlosigkeit. Geben Sie sich Zeit, versetzen Sie sich in Stimmung, verführen Sie sich selbst. Und es empfiehlt sich, nicht zu zielorientiert an die Sache heranzugehen, machen Sie sich keinen Druck. Das Ziel muss auch nicht ein schneller Orgasmus sein. Stattdessen können Sie sich dazu hocharbeiten und Ihre Erregung von mal zu mal steigern.

Dazu kann das richtige Gleitmittel Ihr Erlebnis umso intensiver machen. Das gilt sowohl beim Mann, also auch bei der Frau. Hier empfehle ich ein wasserbasiertes Amorelie Care BIO Gleitgel auf Wasserbasis das sehr verträglich ist. Auch Frauen, die zu Blasenentzündung oder Pilzinfektionen neigen, können dieses Gleitgel ohne Bedenken verwenden: Einfach auf Vulva und auch in die Vagina geben, sodass die Reibung vermindert wird und Sie sich wieder bedingungslos lieben können. Das Amorelie Care BIO Gleitgel auf Wasserbasis ist ideal einsetzbar bei der Selbstbefriedung für Frau oder Mann. 

Auch Sexspielzeug kann grade bei Frauen, die es schwer haben den Höhepunkt zu erreichen, bei der Selbstbefriedigung und auch beim Sex mit einem Partner wahre Wunder bewirken. Dazu empfehle ich das Trendtoy, das andere Vibratoren wirklich alt aussehen lässt. Anstatt nur zu vibrieren, arbeitet der Womanizer mit Druckwellen, der wenn man das Toy an die Klitoris hält, sowohl vibriert, als auch saugt. Nutzen Sie den Womanizer, wenn Sie sich schon sehr angeregt haben und sich berührt und verwöhnt haben. Er arbeitet punktgenau und kann Sie innerhalb von wenigen Momenten zum Orgasmus bringen. Da er aber so intensiv arbeitet, fühlt er sich am besten an, wenn Ihre Vulva und Klitoris schon erregt und angeschwollen sind.

Für die Herren empfehlen sich andere Toys, neben Mastubatoren, können Sie auch Vibratoren, die man an den Penis halten kann, zur Selbstbefriedigung ausprobieren.

Wenn Sie Ihren Körper wieder kennengelernt haben und von eigener Hand wieder Lust empfinden, kommt Ihnen auch wieder die Lust beim gemeinschaftlichen Liebesspiel. Auch hier können Sie Toys und Gleitmittel verwenden und Ihren Partner oder Ihre Partnerin an Ihren neu gewonnenen Erkenntnissen teilhaben lassen.

Ein schlechtes Selbstbild

Der Körper verändert sich mit dem Alter. Fältchen, graue Haare, Haarausfall, Fettpölsterchen oder Cellulite können bei Männern und Frauen zu einem verminderten Selbstwertgefühl führen. Man selbst zweifelt an seiner Attraktivität und misst sich mit den Idealen, die uns eine Gesellschaft im Jugendwahn aufdrückt.

Man fühlt sich nicht mehr sexy. Und das strahlt man aus. Das heißt, Sie befinden sich dann in einem Teufelskreis. Sie finden sich nicht schön, das führt dazu, dass Sie Unzufriedenheit (Körperhaltung, Stimme, Bewegungen) ausstrahlen, was wiederum unattraktiv wirkt. Brechen Sie aus diesem Teufelskreis aus! 

Tun Sie sich etwas Gutes: Lassen Sie sich die Nägel machen oder eine schöne neue Frisur. Kaufen Sie sich etwas Neues zum Anziehen, das Ihrer Figur schmeichelt und Ihre Vorzüge hervorhebt. Sie werden sehen, dass schon kleine Veränderungen große Wirkung zeigen können. Auf einmal werden Sie auf der Straße angelächelt oder der Kassierer oder die Kassiererin im Supermarkt flirtet mit Ihnen. Natürlich spricht oder lächelt Sie nicht jemand an, weil er oder Sie Ihre Frisur so toll finden, sondern weil Sie Zufriedenheit ausstrahlen, mehr lächeln, sich gerade halten und in einem freundlicheren Ton sprechen, wenn es Ihnen gut geht und Sie sich wohl fühlen.

Einen langfristigen Effekt haben Sie mit Sport. Alleine, in einer Gruppe oder mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin kann Sport viel Spaß machen, wenn man sich einmal zu überwunden hat. Man fühlt sich fitter, gesünder und wenn dabei noch das ein oder andere Fettpölsterchen verschwindet und Muskeln aufgebaut werden, werden Sie Ihren Körper auch lieben lernen. 

Ihre bessere Hälfte wird Ihre positive Ausstrahlung wertschätzen und Sie selbst verlieren die Hemmungen, Berührungen zu empfangen und zu geben. 

Wie kann man den Körper seiner Partnerin oder des Partners besser verwöhnen, wertschätzen und verehren als bei der gemeinsamen Körperpflege: Baden oder duschen Sie gemeinsam. Waschen Sie den Körper und die Haare des Anderen und reiben Sie sich gegenseitig mit pflegenden Lotionen oder Ölen ein.

Schlagen Sie gemeinsame Duschbäder mit Duschöl und Bodypeeling, beispielsweise von Rituals (schmirgelt sanft durch in Öl oder Creme getränkte naturreine Meersalze überschüssige Hautschüppchen ab) vor. Auch sehr wirkungsvoll für eine glatte, wunderbar anzufassende sanfte Männerhaut wie natürlich auch Frauenhaut ist die liebevolle Duschmassage mit einem Konjac- oderKohleschwamm. Kaufen Sie dazu einen Konjac Sponge für sich persönlich und einen für IHN.

Das Duschritual beenden Sie auf jeden Fall mit einer wohlduftenden vielleicht sogar erotisierenden Bodycreme oder Bodylotion. Um den Renner ‚Bodyöl‘, nicht zu vergessen. Die gegenseitige Duschmassage wie im weiteren Verlaufe des Baderituals das gegenseitige Eincremen bzw. sanfte Einmassieren der wohlriechenden Essenzen verbreitet nicht nur gute Laune, sondern auch erotische Stimmung und Vertrautheit.

Dieses Ritual tut Ihrem Selbstwertgefühl gut. Sie werden sich gegenseitig geliebt und angenommen fühlen. Die gegenseitige Attraktivität sollte spätestens nach dem zweiten oder dritten Duschritual auch bei Ihnen wieder zurückgekommen sein. Auch wird diese Zeremonie Sie Ihrem guten Vorsatz gemeinsam zu altern‘ wieder ein gutes Stück weiter auf den Weg der vertrauten Zweisamkeit-PLUS bringen.

Mangelnde Kommunikation

Irgendwie scheint der Gesprächsstoff ausgegangen zu sein. Man redet nur noch während der gemeinsamen Mahlzeiten miteinander. Den Arbeitsalltag, der früher einmal für reichlich Gesprächsstoff sorgte, gibt es in diesem Sinne nicht mehr. FRAU und MANN wollen heute ihren wohlverdienten Ruhestand genießen. Dann ist der Ruhestand halt ein bisschen langweilig. Über Sex haben wir noch nie gesprochen und jetzt sind wir sowieso zu alt dazu…

Auch Themen Politik, Hobbys, gemeinsame Interessen kommen kaum noch zur Sprache. Hier scheint ebenfalls irgendwie die ‚Luft heraus‘ zu sein. Selbst das gemeinsame Thema Kinder ist kein Thema mehr, da die Kinder längst erwachsen und aus dem Haus sind.

Wie schon erwähnt, es bleiben die gemeinsamen Malzeiten, abends das gemeinsame Fernsehen und des Nachts schläft man brav und unerotisch nebeneinander im gemeinsamen Bett oder, noch schlimmer, in getrennten Schlafzimmern, jeder fein brav für sich.

Ansonsten ist man miteinander harmonisch, nur reden tut man nicht mehr miteinander. Man denkt sich vielleicht:

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    Na gut, nach über 40… gemeinsamen Jahren, da hat man sich alles erzählt.
  •  Es gibt da nichts Neues mehr.
  • Wir haben sowieso in allem die gleiche Meinung.
  • Wir sind halt ein gutes in die Jahre gekommenes Ehepaar.
  • Ja, sie/er ist wirklich alt geworden.
  • Die Gesundheit macht ihr/ihm zu schaffen.
  • Über Sex spricht man nicht und jetzt, wo wir so alt sind schon mal gar nicht.
  • Außerdem läuft schon seit mehr als 7 Jahren nichts mehr.

Achtung! Lassen Sie diese harmonische Trostlosigkeit nicht zu! Denn auch Sie haben sich nach 20, 30, 40 und mehr gemeinsamen Jahren immer noch etwas zu sagen! Und auch Sie haben ein Recht auf ein harmonisches, erotisches Sexualleben mit Ihrem Partner. Medizinische Studien bestätigen:

  • Sexualität ist vom Alter unabhängig
  • Sex ist ein starkes Bindeglied zwischen Paaren
  • Sex macht gute Laune 
  • Sex hält fit

Daher sprechen Sie über Erotik, Sexualität und über Ihre gemeinsame Intimität. Selbst wenn diese Themen lange oder vielleicht sogar immer Tabuthemen für Sie waren. Gehen Sie das erotische Gespräch auf die sanfte Weise an. Suchen Sie sich einen Aufhänger, einen Anlass dazu. 

Haben Sie erst einmal sanft das Terrain der erotischen Kommunikation betreten, werden Sie auch in der Lage sein, das Thema auf die eigene, die gemeinsame Sexualität zu lenken. Sie werden über Ihre Bedürfnisse, über Ihre Wünsche und Ihr sexuelles Verlangen ganz natürlich sprechen können.

Als besonderes Bonbon werden Sie über kurz oder lang sogar bemerken, dass es wieder viele gemeinsame Gesprächsstoffe gibt. Ihre gemeinsame Sexualität ist nur eines Ihrer neu gewonnenen Kommunikationsthemen.

Mehr zur Kommunikation und wie die richtigen Gespräche Ihre Beziehung retten können >> hier.

Konflikte beeinflussen Ihre Bedürfnisse

Konflikte wecken nicht nur unangenehme Gefühle und Reaktionen wie Wut, Ärger, Enttäuschung… Nein, Konflikte haben weit mehr Macht über einen persönlich als man meint. Dabei müssen diese Konflikte noch nicht einmal direkt mit dem geliebten Partner zusammenhängen.

Fakt ist: Konflikte erzeugen negativen Stress und beeinflussen damit auch Ihre Befindlichkeit. Die Befindlichkeit wiederum wirkt direkt auf unsere Bedürfnisse ein und in Sache Paarbeziehung und Liebesleben auf Ihre Lust und Ihr Verlangen. Je länger der Konflikt schwelgt, umso schlechter für Ihre Libido.

Handelt es sich bei diesem Konflikt um einen direkten Konflikt, also einen Konflikt, der zwischen Ihnen und Ihrem Partner ausgetragen wird, so kann Ablehnung sich einigeln und die Nähe-des-Anderen-nicht-mehr-zulassen, sowie ähnliche Szenarien die Folge sein. Dies geschieht nur allzu oft, wenn das Sprechen über einen Konflikt nicht zugelassen wird. Es entstehen schnell negative Gefühle bei der Person, für die sich eine Situation/Gegebenheit als Konflikt darstellt.

Schon schwieriger sind Konflikte, die in der Familie entstehen oder bei denen zum Partner nur ein indirekter Zusammenhang besteht, beispielsweise ein Streit mit der Tochter/dem Sohn oder dem Arbeitskollegen/dem Nachbarn usw.. Hier werden, vielleicht zu Ihrem Erstaunen, ebenfalls ähnliche negative Gefühle geweckt, man geht auf Distanz, man hat kein Verständnis für die gesamte Situation, man fühlt sich ausgegrenzt und, und, und.

Doch einerlei, welchen Ursprung ein solcher Konflikt hat: Solche Situationen turnen erfahrungsgemäß bei der betroffenen Person alle erotischen Gefühl wie auf Knopfdruck herunter. Betroffene neigen in solchen Situationen dazu, sich gleichfalls vom Partner zu distanzieren, da sie sich nicht verstanden und/oder abgelehnt fühlen.

Wird also nicht aktiv nach einer Konfliktbewältigung gesucht, so kann nur die Zeit die entstandenen Wunden heilen. Schlimmstenfalls bleibt das Problem schwebend im Raume stehen und damit auch die entstandene Distanz. Dies geschieht auch, wenn der ursprüngliche Konflikt eigentlich eine Kleinigkeit war.

Darum suchen Sie unbedingt das Gespräch miteinander. Versuchen Sie, den Konflikt sachlich darzustellen. Ein bewährtes Mittel dazu ist die Drei-Punkt-Kommunikation. Hierbei bringen Sie sich nämlich nicht mehr persönlich ins Spiel, sondern lenken die Aufmerksamkeit auf den eigentlichen Streitpunkt und diskutieren diesen, indem Sie diesen von außen an die Sache heran gehen.

Nehmen Sie dazu Zettel und Stift und stellen Sie mit einer kleinen Zeichnung oder ein, zwei Worten Ihre Position und die Ihres Partners dar. Besser noch, jeder von Ihnen stellt seine Sicht der Dinge dar. Dann diskutieren Sie anhand der auf dem Blatt fixierten Aspekte die Situation neu. Sollte wider Erwarten eine Konfliktlösung nicht gelingen, so suchen Sie unbedingt professionelle Hilfe auf. Professionelle Hilfe ist dann umso wichtiger, nicht nur, dass der schwebende Konflikt gelöst wird, sondern vordinglich, um die negativ aufgeladene Situation wieder zu harmonisieren.

Im günstigsten Falle lösen viele Paare solche Konfliktsituationen durch ein Rangeln, gefolgt von einer stürmischen Liebesbezeugung, sei es körperlicher oder kommunikativ harmonischer Art…

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