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Wie oft Sex ist normal? (Teil 1)

Wie oft Sex ist normal? (Teil 1)

Diese so direkt gestellte Frage war eine der ersten Fragen auf diesem Blog. Von dieser offenen Direktheit fühlten sich einige Leserinnen und Leser unangenehm berührt…

Doch genauso oder mit ähnlichen Worten wurde und wird diese Frage immer wieder mit großer Selbstverständlichkeit an mich herangetragen: Wie oft im Monat, wie oft in der Woche, wie oft am Tag sollte man mit seinem Partner Sex haben, was ist normal, was ist nicht mehr normal und so Ähnliches mehr …

Die Personen, die diese Fragen stellen, sollen eine Antwort darauf erhalten. Denn viele bekommen von ihrer Lebenspartnerin, ihrem Lebenspartner keine klare Haltung dazu widergespiegelt, sondern sie treffen häufig auf andere Bedürfnisse, auf ein anderes Verständnis von Liebe und körperlicher Liebe.

Doch so häufig und selbstverständlich diese Frage und das Verlangen nach Intimität und Liebe ist, verlangt diese Frage genauso selbstverständlich nach einer individuellen Antwort; denn Menschen sind nicht nur verschieden und verschieden alt, gehören verschiedenen Geschlechtern und befinden sich in verschiedenen Lebensstadien und Lebenssituationen, sondern auch das sexuelle Verlangen und das Bedürfnis, die eigene Sexualität zu leben, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und verschieden.

Diese Frage „Wie oft?“ ist also nicht nur eine sehr häufig gestellte Frage, der wir immer und immer wieder begegnen, sondern sie ist ebenfalls eine ganz, ganz alte Frage. Es ist eine Frage, welche die Menschheit seit eh und je beschäftigt. Und kein Geringerer als Martin Luther selbst, hat auf jene Frage dazu folgendes schriftlich geantwortet: „In der Woche zwier, schaden weder ihm noch ihr, macht im Jahre hundertvier“.

Für Luther scheint die Formel, zweimal die Woche Sex zu haben gut funktioniert zu haben. Doch letztendlich kommt es auf die Beziehung an und auf die eigene persönliche Befindlichkeit, wie auch auf die persönliche Befindlichkeit des Partners oder der Partnerin.

Für Minderjährige ist Sex laut Gesetzeslage noch gar nicht erlaubt — Dabei sorgt der Hormonhaushalt pubertierender Jungs dafür, dass ein bloßer Windhauch eine Erektion und Bereitschaft zum Sex hervorrufen kann. Da können und/oder wollen Mädchen und jungen Frauen nicht immer mithalten.

Aber irgendwann im mittleren Lebensalter kommt es zu einer Umkehr. Viele Frauen hätten dann gerne mehr Sex und entwickeln bei der Vernachlässigung ihrer Sexualität sogar in manchen Fällen die unterschiedlichsten Gesundheitsbeschwerden, wie beispielsweise die berühmte Schlaflosigkeit, welche gerne als ein Symptom der Menopause abgetan wird. Das war selbst den alten Goethe schon bekannt. Und, da wir Deutschen immer gerne ein Goethezitat einflechten, tue ich es hier auch:

„Besonders lernt die Weiber führen! Es ist ihr ewig Weh und Ach, so tausendfach, aus einem Punkte zu kurieren.“ (Faust 1, Studierzimmer. Mephistopheles), so der Teufel zu dem Studenten. Ist eine befriedigte Frau eine glückliche, zufriedene Frau?

Doch „so viel ist sicher: eine Frau, die jeden Tag auch einen Orgasmus hat, braucht nicht zum Psychiater“, so der Psychologe und Psychiater Peters.

Und Peters ergänzt weiter aus seiner psychologisch-psychiatrischen Praxis, dass Männer, die in einer festen Beziehung leben und ebenfalls zu wenig bis keinen Sex mehr in dieser Beziehung haben, im Gegensatz zu den Frauen nicht an Schlaflosigkeit leiden, sondern dann eher zur Depression neigen.

...Fortsetzung folgt...in Teil 2

Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema?

  • Ist die richtige Antwort auf die Frage „Wie oft?“ immer „So oft wie möglich“ Oder „Zweimal die Woche“?
  • Was passiert, wenn man mehr oder weniger Sex hat, als man es sich vorgenommen hat?
  • Kann ein gute Beziehung an zu wenig Sex scheitern?

Über Kommentare und eine angeregt Diskussion würde ich mich sehr freuen!

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