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Wie oft sollte man Sex haben? (Teil 2)

Wie oft sollte man Sex haben? (Teil 2)

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Unser Liebesleben sollte daher eigentlich jeden Tag und über den Tag verteilt Nahrung erhalten. Da ist es denn mit der einfachen Beantwortung der Frage‚ ‚wie oft Frau Doktor‘, nicht getan ist und es ist auch nicht einfach damit getan, nur den Koitus auszuüben.

Wenn es also nicht einfach nur ein funktioneller Akt sein soll, oder nur ein Akt der Selbstbefriedigung in jeder Hinsicht sein soll, bedarf es eines aktiven Liebeslebens.

Dazu zähle ich auch das Sprechen über Sexualität und Erotik, über die eigene Erotik, über die eigene Wahrnehmung von Erotik, über die eigene Wahrnehmung und das eigene Erleben von Sex, aber auch das Sprechen über die Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse und der eigenen Gefühle.

Ebenso zähle ich die Frage, oder besonders sogar die Frage, nach dem Verlangen und dem Einfühlungsvermögen und den Wünschen des jeweils anderen, dazu.

Denn im Laufe des Lebens verändern wir uns nicht nur als Person, sondern auch die Beziehung zu unserer/unserem Liebespartner/in verändert sich. Das Miteinander verändert sich, das eigene Bedürfnis verändert sich. Es ist aber nicht nur die Veränderung, sondern auch die Weiterentwicklung.

Genauso wie die Beziehung scheitern kann, weil sich der eine oder die andere beruflich oder persönlich anders weiterentwickelt hat. Genauso ist diese unterschiedlich mögliche Weiterentwicklung des Einzelnen auch in der Sexualität ein großes Thema.

Selbstverständlich stehen wir in unserer heutigen Zeit der Sexualität und dem Ausleben der Sexualität offener gegenüber als noch vor zehn Jahren. Nicht nur dass wir offener geworden sind. Die Kultur gesteht uns heute in den persönlichen Beziehungen auch mehr Freiheit zu.

Die zunehmende Digitalisierung ermöglicht es uns heute informierter denn je über Sex zu sein: Wer eine Frage hat, kann sich auf den unzähligen Foren und Seiten im Internet informieren und mit Gleichgesinnten austauschen; Wer die Liebe sucht, kann beim Onlinedating einen neuen Partner finden; Man hat auch die Möglichkeit, sich anders zu orientieren selbst wenn man in einer festen Beziehung lebt.

Das heißt, der Partner, der vielleicht nicht seine Bedürfnisse in der festen Beziehung befriedigt findet, hat es heute leichter, einfach mal schnell fremdzugehen bzw. sich seine sexuellen Wünsche zu erfüllen.

In diesem Falle würde die Frage „Wie oft?“ gar nicht oder mit nur einem unzufrieden stellenden Ergebnis für mindestens einen der Betroffenen beantwortet.

Kommuniziert das Paar über seine Sexualität und Liebe zu wenig bis gar nicht, kann dies rasch dazu führen, dass wir uns dazu gezwungen fühlen, unsere Sexualität außerhalb der bestehenden Beziehung auszuleben. Ein anderer problematischer Fall ist, wenn eine Person die Frage für sich gänzlich anders beantwortet als ihr Partner oder ihre Partnerin. Wenn wir dann nicht auf einen Nenner kommen, keiner von seiner Position abweichen will, so kann es entweder zum kompletten Bruch oder zu Betrug und heimlichen Affären kommen.

Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema?

  • Wie geht man mit dieses Ausbüchsen bzw. Nicht-Miteinander-Umgehen um?
  • Welche Konsequenzen hat dies für eine Beziehung
  • Kann fremdgehen gerechtfertigt sein?

Über Kommentare und eine angeregt Diskussion würde ich mich sehr freuen!

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